Ich bin übrigens auch auch kein Spezialist oder sowas. Ich mag Vinyl einfach nur.
Leon hat geschrieben:Der Trend geht inzwischen zum Gegenteil. Ob es daran liegt, dass die Graviermaschinen für die Masterherstellung und die Pressen inzwischen so ausgeleiert sind, dass größere Toleranzen erforderlich sind, weiß ich nicht. Tatsache ist, dass die Maschinen total überaltert sind und es keine neuen Geräte gibt. Sämtliche Platten, die ich in letzter Zeit gekauft habe, erschienen als Doppelalbum mit 2 Scheiben und auf jeder Seite befanden sich nur 3 Titel. Die CD-Versionen beinhalteten keine zusätzlichen oder weniger Titel.
Dafür ist das Vinyl wesentlich dicker und damit schwerer geworden.
Seltsam.....
Dass Maschinen überaltert sind, habe ich auch schon gehört. Auch dass die Vetriebe bei den Presswerken monatelang Schlange stehen, kam mir zu Ohren. Das finde ich merkwürdig, da Vinyl schon seit Jahren boomt und sich etabliert hat. Eigentlich sollte es doch möglich sein, neue Maschinen zu bauen. Doppel-LPs mit 2 Scheiben, auf denen sich auf jeder Seite sich nur wenig Musik befindet, habe ich auch schon oft gesehen. Auch die dickeren, schwereren Platten sind ja schon lange in Mode. Es wird ja immer mit 180 Gramm oder so geworben. Auf jeden Fall sind die Platten teurer. Vielleicht ist es aber einfach nur Geldmacherei, da man für zwei Platten und dickere Qualität mehr Geld verlangen kann.
Ich kaufe relativ viel Vinyl und auch ganz normale LPs zu pressen ist nach wie vor möglich und man kann die Platten neu kaufen. Ich bin mit dem normaldünnen Vinyl für meine Bedürfnisse auch völlig zufrieden, zumal doppeltes Vinyl und dann noch in dick richtig viel Platz wegnimmt.
Myro hat geschrieben:Ich bin kein Plattenspezialist, aber ich habe mal ein Interview mit Quincy Jones gelesen, in dem er sagte, sie hätten Stücke oder ein Stück auf einer Michael-Jackson-Platte gekürzt, denn mehr als (Zahl habe ich vergessen) Minuten Musik auf einer Plattenseite klängen nicht gut. Nun spielt die Klangqualität bei Herrn Jackson nicht unbedingt eine Rolle, aber ich fand die Aussage eigenartig.
Später habe ich etwas gelesen, dass die Aussage von Herrn Jones stützt, aber ich bekomme die Details nicht mehr zusammen. Etwas ungenau gesprochen gilt, dass die gepresste Rille umso definierter ist, je weniger Rille auf der Platte ist, also je weniger Spielzeit sie enthält. Die Länge einer Plattenseite dürfte also ein Kompromiss zwischen Klangqualität und Informationsmenge sein.
Wenn Plattenseiten so lang sind, wie für das Streichquartett oder die Ashkenazy-Aufnahme angegeben, dürfte das deutlich zu Lasten der Klangqualität gehen. Umgekehrt soll dickeres, weniger dicht gepresstes Vinyl sicherlich ein audiophileres Klangerlebnis bieten.
Das wäre möglich. Vielleicht hören richtig audiophile Menschen auch Unterschiede. Ich höre übrigens so schnell keine Unterschiede bei unterschiedlicher Plattendicke oder ähnlichem. Ich habe gelesen, dass es auch auf die Frequenzen ankommt, Bässe also mehr Platz benötigen als hohe Töne. Die Klangqualität der Aufnahme des Kronos Quartet soll laut der Kritik, die ich gelesen habe, sehr gut sein. Allerdings haben Streicher alleine nicht so viel Bass, vermute ich zumindest mal. Ich selber erlaube mir kein Urteil. Einerseits kenne ich die Original-Aufnahme nicht, von der es gepresst wurde, andererseits habe ich keine Vergleichsaufnahme in einer anderen Vinyl-Fassung.
Ich weiß nur, dass es Platten gibt, die wirklich richtig scheußlich klingen, weil die Pressung einfach schlecht ausgeführt ist. Die sind teilweise so schlecht, dass man das Original gar nicht kennen muss, um das rauszuhören. Flirren, Kratzen, eine dünne Aufnahme, teilweise sogar durchgängiges knacken und man hat das Gefühl, dass permant Staub auf der Nadel ist. Vieleicht ist bei letzerem Fall die Vinylmasse von Vornerein verunreinigt oder von schlechter Qualität. Ich bin wie gesagt auch nur Laie.
